Welpenspielgruppe wozu ?
Der Welpe wird in einer ganz entscheidenden Entwicklungsphase in die neue Familie gegeben, damit wird ein wichtiger Lernprozeß zwischen den Welpen und seinen gleichaltrigen Artgenossen unterbrochen.
Ihr Welpen muß seinen Platz im Rudel finden, er braucht klare Rudelführer, welche ihm zeigen was erwünscht ist oder was nicht erwünscht ist.
Sie müssen ihm zeigen wie es sich in der Gemeinschaft lebt und das man vor den Dingen des alltäglichen Lebens keine Angst haben braucht.
Und Sie müssen ihm klarmachen, daß man bestimmt Dinge, die man allzu gerne tun würde – z.B. einem Jogger hinterher zu rennen, weil er sich als Jagdbeute anbietet- nicht tun darf.
Welpen werden nicht mit einem funktionierenden Sozialverhalten geboren, sondern lediglich mit der Anlage dieses Verhalten zu erlernen. Das setzt aber voraus, daß man ihnen diese Lernerfahrung auch ermöglicht.
Es sind keine Geschwister mehr da, mit denen man Sozialverhalten weiter einüben und festigen kann.
Ein im Haushalt lebender erwachsener Hund oder der Kontakt zu anderen erwachsenen Hunden beim Spaziergang ist zwar gut, kann aber das Lernen unter Gleichaltrigen nicht ersetzen.
Althunde spielen anders als junge Hunde. Oft gibt es zwei Extreme:
Solche die den ungestümen Welpen nur lästig finden, oder solche die sich von den Kleinen alles gefallen- hier lernt der Welpe meist viel zu frech und ungestüm zu sein und bekommt dann
von der restlichen Hundwelt oft eine schmerzhafte Quittung.
Welpen untereinander kennen keine Rücksicht: Wer beim Spiel zu fest zubeißt wird sofort reglementiert oder das Spiel wird einfach abgebrochen – eine schlimme Strafe für den spielversessenen Welpen.
Die Welpenspielstunde soll nicht nur Gelegenheit zum kontrolliertem Spiel zwischen den Hunden sein ( die Hunde lernen durch Versuch und Irrtum, wie man spaßig miteinander spielen kann, obwohl der eine Hund groß und der andere klein ist), sondern soll den Welpen mit verschiedenen Herausforderungen konfrontieren um seine geistige und motorische Entwicklung zu fördern, sein Selbstbewusstsein stärken, seine Umweltsicherheit festigen und ihm die Erfahrung vermitteln, daß man vor fremden Menschen keine Angst haben braucht.
Aber auch im Hinblick auf die Einordnung des Welpen in sein Menschenrudel soll die Welpenspielstunde dabei helfen eine funktionierende vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und zu zeigen wie Sie den Welpen sanft aber bestimmt führen.
Noch mehr nützliche Tips - nicht nur für den Ersthundbesitzer - rund um den Welpen und das Welpenspiel finden sie in unserer Infomappe
( Kostenpunkt 1,50 Euro).