Hundebesuchsdienste für Kinder
Vor allem im pädagogischen Bereich zeigt sich die positive Wirkung der „Helfer auf vier Pfoten“: Die qualifizierten Hundebesuchsdienste ermöglichen Kindern ein erstes „Herantasten“ an den Vierbeiner. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und der Deutsche Verband der Gebrauchshundsportvereine (DVG) unterstützen das Projekt. Die eigens dafür ausgebildeten Mensch-Hund-Teams besuchen die Kinder in der Regel über einen Zeitraum von vier Wochen. Hierbei steht der unbefangene und respektvolle Umgang mit dem Hund im Fokus.
Kinder und Hunde sind ein tolles Team. Wenn man sie zusammenbringt, sorgt das nicht nur für Spaß und Freude. Kinder lernen viel durch den Umgang mit Hunden: Sie lernen ein anderes Lebewesen zu verstehen und zu respektieren. Sie lernen, wie ein Hund auf ihre Sprache und ihr Verhalten reagiert. Sie überdenken ihr Verhalten und erkennen, wie wichtig Ehrlichkeit und Verlässlichkeit für den Umgang miteinander sind. Und was Verantwortung für ein anderes Lebewesen bedeutet.
Die Ziele dieser Aktion
• Kindern helfen, sicherer im Umgang mit Hunden zu werden
• bestimmte Situationen, in die Kinder mit Hunden kommen, konkret zu üben und so mögliche Ängste abzubauen
• die Hundesprache und die Möglichkeit der Komminikation mit dem Hund zu erläutern
• die Verantwortung deutlich zu machen, die der Mensch für den Hund übernimmt
• durch das gemeinsame Kennenlernen des Hundes den Umgang der Kindern untereinander verbessern
• die persönliche Entwicklung der Kinder fördern durch das Verständnis für das Lebewesen Hund
Tiergestützte Therapie: Hunde fördern soziale Kontakte
Die Wirkung der tiergestützten Therapie – hier fördern Hunde unter Aufsicht von Ärzten gezielt bestimmte Behandlungen – brachte die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig ans Licht. Dort wurde getestet, wie sich das Verhalten des Hundes auf autistische Kinder auswirkt. Das verblüffende Ergebnis: Die autistischen Kinder beschäftigten sich in den Versuchen lieber mit einem Hund als mit sich selbst, einem Spielzeug oder einem anderen Menschen. Diese Erkenntnis dient als wichtige Grundlage für weitere Forschungen. Der Einsatz der tiergestützten Therapie mit Hunden trägt offensichtlich dazu bei, soziale Kontakte bei autistischen Menschen einzuüben.